11. Juni 2015

Rolling up and down along the river

9. Juni 2015

Als die FußwallfahrerInnen bereits mehr als 24 Stunden im Rahmen der Sternwallfahrt nach Admont unterwegs waren, startete am Freitag-Nachmittag des Christihimmelfahrt-Wochenendes – mutig der erschreckenden Wetterprognosen zum Trotz – eine fünfköpfige Gruppe zu Fahrrädern ab der Mengerstraße. Voraus fuhr die Spitzen-Rennradfahrerin Ingrid, die an einigen Sprints ihren Spaß hatte, zu denen sie zwischenzeitlich von Felix aufgefordert wurde, dem zweiten beinahe professionellen Radfahrer in der Gruppe.

Vermutlich dank der Regenhose, die ich am Vormittag noch gekauft hatte, blieben wir auf der gesamten Wallfahrt bis auf ein paar Minuten Nieselregen von all den Schlechtwettervorhersagen verschont. Eine leider nicht so angenehme Überraschung erwartete Markus Schaberger allerdings am Freitag Abend: Wir hatten die ersten 60 Kilometern zurückgelegt, die sich in vor und nach der Eispause auf dem Marktplatz von Enns, bei der wir den schrägen Maibaum bewunderten, unterteilten. So kamen wir in einer Pfarre in Steyr an, in der wir übernachten würden. Sehr dankbar für die Gastfreundschaft im riesigen, zugleich freundlich und etwas verlassen wirkenden Pfarrhaus, die soweit reichte, dass uns Nudeln und ein selbstgemachtes Bärlauchpesto bereitgestellt worden waren, freuten wir uns auf das wohlverdiente Abendessen. Leider musste Markus durch den unerwarteten Geschmack feststellen, dass das Pesto wohl nicht richtig verschlossen gewesen und nicht mehr ganz so gut war.

 

Nach einer Nacht, in der man gelegentlich das Quietschen der riesigen Luftmatratze von Markus aus Graz vernehmen konnte, die er auf wundersame Weise zusammen mit einem Schlafsack und allem, was er in den drei Tagen brauchte in einem gewöhnlichen Schulranzen zu verstauen im Stande war, und einem ausgiebigen Frühstück – der Kaffeautomat war das Modernste im ganzen Pfarrhaus – brachen wir am Samstag früh bei strahlendem Sonnenschein wieder auf. Nass wurden allerdings vor allem die weniger trainierten unter uns dennoch, nämlich vom Schweiß der folgenden fast hundert Kilometer, die aus den angekündigten 89 schließlich geworden waren. Anstrengend waren auch die auf einem Flussradweg eigentlich nicht eingeplanten Ups and Downs zwischen unten an der Enns und oben in den Bergen. Dank vielen Müsliriegeln, der herrlichen Landschaft, der guten Stimmung, dem funktionierenden Zusammenhalten und – helfen in der Gruppe (eine Person musste „gelegentlich“ bergauf „etwas“ angeschoben werden) und der bewährten Windschattentaktik schafften es alle glücklich und gerade rechtzeitig zu Abendlob und Abendjause nach Admont, wo die meisten anderen WallfahrerInnen aus ganz Österreich bereits in der Stiftsturnhalle einquartiert waren. Nach einigen Stunden lustigem und gemütlichen Beisammensein bei einem Glas Wein oder köstlichem Granatapfel-Minz-Saft, waren die meisten erschöpft genug, um recht zeitig zu schlafen und am Sonntagmorgen für den Anstieg nach Stift Frauenberg gewappnet zu sein, wo ein festlicher – etwas verspäteter (wir RadfahrerInnen waren pünktlich ) – Gottesdienst mit einer tollen Predigt von Markus Schlagnitweit stattfand, der dazu anregen sollte, darüber nachzudenken, wie Jesus heute handeln und was er – besonders an den Strukturen und Gesetzen unserer Kirche – vielleicht ändern würde. Durch das abwechslungsreiche Mittagsbuffet, das im Anschluss an den Gottesdienst für uns bereitstand, und die Erfahrung einer so harmonischen Tischgemeinschaft von Studierenden aus dem ganzen Land, wurden alle Mühen der vorangegangenen Tage belohnt.

 

Am Bahnhof Ardning verabschiedeten wir uns von Markus aus Graz, und fuhren zusammen mit den Linzer FußgängerInnen mit dem Zug wieder gen Ausgangspunkt. Die Verbliebenen der Radlgruppe konnten sich gar nicht mehr trennen und fuhren sogar nach einem weiteren Eisstop auf dem Linzer Hauptplatz noch einmal gemeinsam los, bevor sie sich zwischen Urfahr und der Uni in alle Himmelsrichtungen verteilten und jeder, noch im bereichernden Gefühl von Getragen-Sein in der wunderbaren Gemeinschaft der WallfahrerInnen, in seinen Alltag zurückkehrte.

Von Johanna Graßl

 

 

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Spenden für Pacea – Rumänien

5. Mai 2015

Herzlichen Dank an alle BesucherInnen des KHJ-Frühlingsfestes!

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Sternwallfahrt nach Admont

22. April 2015

Drei Tage lang durch die oberösterreichisch-steirischen Grenzberge bis zum Benediktinerstift Admont wandern und dort die Gruppen aus den anderen Hochschulorten treffen.
Gemeinsam Gehen – mit genügend Zeit zum Reden & Schweigen, Essen & Trinken, Singen & Spielen sowie für kurze geistliche Wegbetrachtungen.

Verschiedene Routen aus Linz:
Aus Linz gibt es Routen für GeherInnen und RadfahrerInnen:
zu Fuß: Sternwallfahrt 2015
Radgruppe: Sternwallfahrt 2015 Rad

Routen aller Hochschulorte:
SternwallfahrtRouten_2015

Infos und Anmeldung bei Markus Schlagnitweit oder im KHG-Büro

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Veranstaltungen der KHJ im Sommersemester 2015

5. März 2015

KHJ im Gespräch mit LR Rudi Anschober

5. Dezember 2014

Der OÖ Landesrat für Umwelt, Energie, Wasser und KonsumentInnenschutz sprach am Montag 1.12. in der Katholischen Hochschulgemeinde über seine politische Arbeit, seine Lebensprioritäten und seine Berührungspunkte mit dem Jahresthema der Katholischen Hochschuljugend „GENUG“.

„Ich habe Freude daran, Politiker zu sein. Es bedeutet für mich zuzuhören und auf einander zuzugehen, dann können neue Lösungen entstehen. Das ist nicht immer einfach, aber im Regelfall lohnend. Politik soll Mut machen, dass sich Betroffene engagieren,“ begann Landesrat Anschober sein Gespräch mit Martin Meindlhummer und Johannes Waslmeier, den beiden Vertretern der Katholischen Hochschuljugend (KHJ) Linz.

Das „Genug“ in der politischen Arbeit war dann auch einer der drei Schwerpunkte des Gesprächsabends. Anschober litt 2012 unter einem Burnout und zog sich einige Monate völlig aus der Politik zurück: „Ehrlich damit umzugehen war die Voraussetzung für mich, um gesund zu werden. Ich erlebte aber einen sehr solidarischen, wertvollen Umgang mit mir.“ Der Landespolitiker betonte, dass das Berufsbild des Politikers/der Politikerin aus den Fugen geraten sei und es nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Politik selbst ein Umdenken brauche. In Salzburg gibt es durch ein Regierungsübereinkommen schon ein politikfreies Wochenende im Monat, wo keine Politiker zu Veranstaltungen kommen. „Im Nachhinein bin ich froh, weil ich lernen musste, dass man wie im Leben auch in der Politik nichts erzwingen kann, sondern manchmal auch auf den richtigen Zeitpunkt warten muss.“

Anschobers Buch „Besser essen“ und seine Initiativen für ein „Grundprinzip Ernährung“ im Unterricht in Schulen und in Kindergärten führten zum zweiten Schwerpunkt des Abends. „Was ich kaufe und esse, ist eine hochpolitische Entscheidung für Tier, Mensch und Umwelt,“ legte der Kochbuchautor dar. Neben dem Ernährungsbewusstsein und der ökonomischen Bedeutung der Ernährung wurde auch der soziale Aspekt von Lebensmittelpreisen diskutiert: „Wir entwickeln uns ernährungstechnisch auf eine Zwei-Klassen-Gesellschaft hin. Aber mit Dumping-Lebensmittelpreisen aus billigster Produktion kann man keine Sozialpolitik ersetzen. Das System stimmt nicht: der Mensch hat ein Recht auf ein menschenwürdiges Einkommen.“

Voll Spannung wurden dann vor allem Anschobers Erklärungen zur Oberösterreichischen Energiewende 2030 aufgenommen. „Man kann nicht einen Hebel umlegen, es sind Hunderte kleine Maßnahmen, die dazu beitragen,“ erklärte der Landsrat für Energie. 2030 soll Oberösterreich in den Bereichen Wärme- und Stromerzeugung völlig auf erneuerbare Energieträger umgestiegen sein. Diese politische Entscheidung sei zu Beginn auf große Widerstände einzelner Stakeholder gestoßen. Nach zwei Jahren Diskussion wurde von den InteressensvertreterInnen ein Katalog von 148 Maßnahmen entwickelt. Die drei größten Erfolgsgeheimnisse seien allerdings die Arbeit vor Ort, die Beteiligung der Bevölkerung (es gibt mittlerweile ca. 7000-8000 aktiv beteiligte BürgerInnen) und die Zusammenarbeit mit den Unternehmen, um einen starken, internationalen Wirtschaftszweig zu entwickeln. Sehr offen und ehrlich berichtete Anschober auch über den Status quo der alle drei Jahre stattfindenden Evaluierung des Energiewende-Prozesses. Auf Kurs ist man beim Ausbau erneuerbarer Energie, Wärme und Strom. Nachbesserungen und Korrekturen braucht es zum Beispiel im Bereich der thermischen Sanierungen und in der Abwärmenutzung.

Gegen Ende des Gesprächsabend brachte Landesrat Anschober ein Statement zur Verwaltungsreform: „Wir müssen uns vor allem fragen, wo man Doppelstrukturen abschaffen kann. Die Länder und der Bund müssen sich da zusammensetzen und weiterkommen.“ Was die Vereinfachung in bürokratischen Abläufen angeht, zeigt Oberösterreich mit der aktuellen Bescheidkonsolidierung mit der VÖEST , wie man einen historisch gewachsenen Bescheid-Dschungel lichten kann.

Als KHJ-Vorsitzender Martin Meindlhumer den Abend schloss, sah man manchen der ca. 40 BesucherInnen an, dass sie gerne noch weiterdiskutiert hätten. Aber entsprechend dem KHJ-Jahresthema GENUG wollte er es nach zwei Stunden des intensiven Gesprächs auch einmal gut sein lassen.

 

 

 

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KHJ-Kaffee, 06.11.2014

26. November 2014

… mit der Aktion “Weihnachten im Schuhkarton”. Wir befüllten 3 Schuhschachteln – Vielen Dank für eure Mithilfe!

 

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Gesprächsabend: Das rechte Maß in Islam und Christentum

26. November 2014

Muslimische und christliche Studierende im Gespräch

Eine Veranstaltung der Kath. Hochschuljugend (KHJ) gemeinsam mit der Österreichischen Schüler_innen und Student_innen Union (ÖSSU) vom European Independent Students and Academics (EUISA) Network

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Whatever Works: European Integration from East to West

26. November 2014

Vortrag von Bernhard Maurer

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Film & Diskussion: Let’s make MONEY, am Mi., 22.10.14

26. November 2014

„Let’s make MONEY“, ein Film von Erwin Wagenhofer (Ö 2008), folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben.
Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird …“

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