Religion und Identität. Muslimische und christliche Studierende im Gespräch

9. April 2014

„Beten ist ja keine Sportübung“
Wie sich die Religion auf die Identität auswirkt, darüber diskutierten rund 20 junge Christen und Muslime bei einer Veranstaltung an der Katholischen Hochschulgemeinde in Linz, die gemeinsam mit der Österreichische Schülerinnen und Studentinnen Union (ÖSSU) und den European Independent Students and Academics (EUISA Network) organsiert wurde.

 

Glaubensdiskussion: die Studierenden Aysun Özdemir, Berat Rusiti, Martin Meindlhumer, Fsfa Mahmuti (von links). In der Mitte: Robert Kettl, Pastoralassistent der Katholischen Hochschulgemeinde.

 

Welche – meist negativen – Vorurteile gibt es gegenüber Moslems und Christen? Auf die vom Pastoralassistenten Robert Kettl gestellte Frage fällt den Studierenden rasch einiges ein. Für viele Menschen gelten die Muslime als eifrige Beter, als fundamentalistisch und frauenfeindlich. Die Haltung „Sex ist Sünde“, eine gewisse Doppelmoral und eine Laschheit beim Beten wird dagegen den Christen zugeschrieben. Kettl will an diesem Abend die Vorurteile sammeln, um sie danach bewusst beiseitezulassen. Schließlich soll es um das Positive an der eigenen Religion gehen. Wie wichtig der Glaube für die eigene Persönlichkeit ist, hat Jusstudent Berat Rusiti als Jugendlicher erlebt: „Ich stamme aus Albanien, habe lange meinen Platz gesucht, bis ich irgendwann kapiert habe, dass der Islam genau das Richtige für mich ist und dass das eigentlich immer schon so war.“

Die Allmacht Gottes
Den Muslim Amir Holzinger zwingen die fünf Gebete am Tag dazu, dass er sich ständig der eigenen Religion bewusst ist. Dabei kommt es auf die innere Haltung an, erzählt er: „Beten ist ja keine Sportübung.“ Dass die Muslime beim Beten die Stirn ganz zum Boden verneigen, bedeute, die Allmacht Gottes anzuerkennen. Aysun Özdemir benutzt regelmäßig den Raum der Stille an der Katholischen Hochschulgemeinde, um zu beten. Eine viertel Stunde Vorlesungspause reiche, um vom Campus herzukommen. „Wir Muslime können überall beten, nur der Raum muss sauber sein“, sagt die Informatikstudentin: „Es gibt mittlerweile schon eigene Handy-Apps, die einem die Gebetsrichtung nach Mekka anzeigen.“

Gott, das Familienmitglied
Birgit Waldhör, junge Katholikin, sieht das Gebet als ihren höchstpersönlichen Monolog mit Gott. „Als ob Gott ein Familienmitglied wäre.“ Und: „Die Bibel ist für mich eine Art Gesetz“, sagt die angehende Juristin.

Beten alleine macht noch nicht das Glaubensleben von Muslimen und Christen aus. Das Geben von Almosen ist eine Säule des Islam. Auch bei den Christen solle das Engagement nicht mit dem Sonntagsgottesdienst aufhören, betont der Mechatronikstudent Martin Meindlhumer.

 

Autor/in: Paul Stütz, Kirchenzeitung

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Streitforum

24. März 2014

Bio für alle! Hunger für viele?

Am Donnerstag, 6. März 2014 luden das Forum St. Severin, der OÖ. Presseclub, die Katholische Hochschuljugend und das OÖ. Journalistenforum zum „Streitforum“ in den OÖ. Presseclub ein.  Dr. Paul Stepanek, Vorsitzender des Forum St. Severin, begrüßte die beiden Kontrahenten Dipl.-Ing. Christian Krumphuber von der Abteilung Pflanzenproduktion der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich und Dr. Prinz Felix zu Löwenstein vom Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft in Deutschland zum Streitgespräch. Dr. Christian Schacherreiter moderierte die Diskussion.

Laut einer UN-Prognose wird die Weltbevölkerung in den nächsten 50 Jahren auf über neun Milliarden Menschen anwachsen. Dadurch und aufgrund geänderten Konsumverhaltens muss die Lebensmittelproduktion gegenüber heute um 70 Prozent gesteigert werden. Der Bio-Pionier Dr. Löwenstein betonte in seinem Eingangsstatement beim Streitforum, es ginge nicht um die Frage wie man genug Lebensmittel für die anwachsende Weltbevölkerung produzieren kann, sondern um die Frage der Ressourcenverteilung und des Ressourcenzugangs. Laut einer Schätzung der FAO (Food and Agriculture Organization der UN) würden momentan pro Kopf und Tag 5000 Kilokalorien  erzeugt werden, der Verbrauch pro Person sei mit etwa der Hälfte dieser Menge ausreichend. Biologische Lebensmittelproduktion ist bei geändertem Konsumverhalten (weniger tierische Produkte, vor allem weniger Fleisch) machbar, so Löwenstein.

DI Krumphuber entgegnete der Lebensstil der Österreicher und ein verändertes Konsumverhalten bei steigendem Wohlstand in anderen Teilen der Welt, deuten darauf hin, dass in Zukunft mehr Lebensmittel benötigt werden. Beispielsweise essen die Österreicher pro Jahr durchschnittlich 98 Kilogramm Fleisch. Würden alle Menschen die selbe Menge essen wie wir würde die Nahrungsmittelproduktion bei weitem nicht ausreichend sein. Mit Prospekten unterschiedlicher Supermarktketten untermauerte DI Krumphuber sein Argument: Sonderangebote bei Fleisch- und Wurstwaren, Erdbeeren im Winter, Biobananen zu niedrigen Preisen, Tierfutter hingegen ist dem/der  Österreicher/in verhältnismäßig viel Wert. Für die Ernährungssicherheit der Weltbevölkerung muss eine größere Menge produziert werden, ist Krumphuber überzeugt.

Auch wenn nicht unbedingt auf die Vernunft aller Konsumenten/-innen zu zählen ist, so sieht Löwenstein die Entwicklung doch optimistischer als sein Kontrahent:  „Eine Transformation braucht einerseits Pioniere, in diesem Fall, Bauern und Konsumenten, und die nötigen Rahmenbedingungen in der Gesellschaft und dafür stellvertretend von der Politik. Es ist keine Option so weiter zu machen wie jetzt“, so Löwenstein und: Würden die wahren Produktionskosten und die Kosten für Umweltschäden in den Verkaufspreis eingerechnet, würde sich auch das Konsumverhalten ändern.  „Das französische Landwirtschaftsministerium hat gerade eine Studie veröffentlicht: Aufgrund der Intensivlandwirtschaft muss das Trinkwasser aufbereitet werden, und das kostet die französischen Konsumenten schon heute 1,5 Milliarden Euro im Jahr. Die Massenproduktion billiger Nahrungsmittel ist in Wirklichkeit wahnsinnig teuer“.
Krumphuber bezieht sich auf die Lebensmittelproduktion in Österreich: Der Anteil an biologischen Produkten ist in Österreich sehr hoch – bei Brot erreicht er etwas 50 Prozent, auch deshalb weil der Rohstoff das Günstigste bei der Herstellung ist und es für den Brotpreis keine Auswirkungen hat, ob man Getreide aus biologischer oder konventioneller Landwirtschaft verwendet.

Krumphuber und Löwenstein, die sich in vielen Bereichen des Gesprächs einig waren nannten im Verlauf des Abends weitere Faktoren, die die Ernährungssicherheit und das Konsumverhalten beeinflussen:

Krumphuber erwähnte, die landwirtschaftlichen Nutzflächen reduzieren sich durch den Bau von Infrastrukturprojekten, von Parkflächen und durch andere Nutzung (z. B. Golfplätze) in Österreich täglich um 25 Hektar: „Man muss sich überlegen wie man mit weniger landwirtschaftlicher Nutzfläche die gleiche oder mehr Menge produzieren kann“.

Löwenstein wies darauf hin, dass es etwa 20 Prozent der produzierten Lebensmittel nicht einmal hinter die Ladentheke schaffen würden und 30 Prozent der Nahrungsmittel gehen in den Haushalten verloren, werden also weggeworfen. In so genannten Entwicklungsländern sei das nicht anders, dort gehen Lebensmittel wegen schlechter Lagerung, Transport oder in der Verarbeitung verloren.

Dennoch sei es für Löwenstein machbar mit biologischer Landwirtschaft die Weltbevölkerung zu ernähren, „Hauptverdienst der Weltnahrung haben die Kleinbauern. Die Kleinbauern in Asien, Afrika und Südamerika mit einer durchschnittlichen Größe von 1,4 Hektar produzieren zwei Drittel der Weltnahrung.

Um Ernährungssicherheit in ärmeren Regionen herzustellen oder zu sichern ist es notwendig Vielfalt zu fördern und Löwenstein nennt ein Beispiel aus einer Region in Äthiopien, die mit Bodenerosion zu kämpfen hatte. Mit Terrassenwirtschaft konnten höhere Erträge erwirtschaftet werden. So könne man im Einklang mit der Natur Nahrungssouverenität herstellen und er betont in diesem Zusammenhang: „Afrika kann sich selbst ernähren“.

Das Publikum nutzte die Gelegenheit sich zu Wort zu melden und Fragen an die beiden Gäste zu stellen. Bei einem kleinen Gemüse- und Obstbuffet vom Biohof Achleitner diskutierten die Besucher/innen noch lange weiter.

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VORSCHAU: KHJÖ-Bildungstagung und Vollversammlung in Linz

24. Februar 2014

Nachtwanderung nach Altenberg

10. Februar 2014

Am Donnerstag, den 12. Dezember 2013 machten wir uns, wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit, zu einer Nachtwanderung nach Altenberg auf. Dieses Mal wurde für den besinnlichen Weg zur dortigen Pfarrkirche das Thema Geheimnis gewählt. Ausgangspunkt war der Raum der Stille, wo Robert Kettl nach einer kurzen Besinnung den ca. 20 wanderfreudigen TeilnehmerInnen ein geheimnisvolles Rätsel mit auf den Weg gab, nämlich eine Schriftrolle mit sonderbaren Schriftzeichen.

Mit Laternen und bei den meisten zu warmer Kleidung, aufgrund einer sehr lauen Dezembernacht, machten wir uns auf den Weg. Während des Marsches nach Altenberg machten wir drei Mal Halt, um sich mit Hilfe von Erfahrungen, Gedanken und Überlegungen von Bernhard Maurer, Maria Pachinger und Markus Schaberger mit dem Thema Geheimnis näher auseinander zu setzen. Zur tieferen Besinnung und zur eigenen Bewusstseinsschärfung wurde vor und nach der letzten Pause in Stille gegangen.

Nach ca. 2,5 Stunden Gehzeit erreichten wir unser Ziel. In der stimmigen Atmosphäre der Altenberger Pfarrkirche wurde das Geheimnis der Schriftrolle enthüllt und Markus Schlagnitweit schloss mit Fürbitten den programmlichen Teil der Veranstaltung ab. Währenddessen konnten wir harmonischer Musik aus der h-Moll-Suite von Johann Sebastian Bach, gespielt von Julia Kleinhans mit der Querflöte und Robert Kettl mit der Orgel, lauschen.

Im Anschluss ließen wir den restlichen Abend mit Glühwein, Tee, Keksen und Maroni im Pfarrhaus nebenan ausklingen.

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Heimat Europa?

23. Januar 2014

Zu ihrem Jahresthema 2013/14 „Heimat ist kein Ort“ lud die Katholische Hochschuljugend (KHJ) am 20. Jänner 2014 Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer zum Gespräch ins Franz Jägerstätter Heim der KHG ein.

Der stellvertretende Vorstand des Instituts für Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universität ist seit dem Jahr 2011 Abgeordneter zum Europäischen Parlament und sprach über die „Heimat Europa“. Das Gespräch moderierten Sophie Winklmayr und Martin Meindlhumer von der KHJ Linz.

Weidenholzer skizzierte im Eingangsstatement zunächst seinen beruflichen Werdegang und sprach über seine Aufgaben im Europäischen Parlament, wo er in den Ausschüssen „Bürgerliche Freiheit, Justiz und Inneres“ sowie im Ausschuss für „Binnenmarkt und VerbraucherInnenschutz“ mitarbeitet. „Ich kann meinem freien Mandat folgen und viel bewegen“, so Weidenholzer „Europa ist etwas, das sich entwickelt, etwas prozesshaftes, es kann gewonnen werden und verloren gehen.“ Als problematisch für das „Projekt Europa“ sieht Weidenholzer den unter europäischen Eliten verbreiten Hochmut und Lethargie, also dem Eindruck sich als EU-BürgerIn in Sicherheit wiegen zu können – „dabei muss sich jede Generation Errungenes neu erobern,“ ist Weidenholzer überzeugt.

Europa erscheint den BügerInnen oft sehr weit weg, auf der Ebene der europäischen Institutionen liegt es näher am Begriff „Heimat“, zum Beispiel wenn sich das Gefühl entwickelt, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft an einem Strang ziehen. Weidenholzer ist überzeugt: „Heimat kann man dann bewahren, wenn man weiß, jeder hat so etwas, wenn ich das respektiere, was für den anderen Heimat ist.“

Ein Europäisches Bewusstsein und eine einheitliche Linie könne man nicht verordnen. Jede Generation, von der Kriegs-Generation, über die Generation die nach den beiden Weltkriegen am Aufbau der Europäischen Gemeinschaft mitarbeitete, bis hin zur so genannten Erasmus-Generation (Anmerkung: Das Erasmus-Programm der EU fördert Auslandsaufenthalte von Studierenden innerhalb der EU) hat ihre eigenen Erfahrungen und Geschichten, von denen sie geprägt wurden und die sie mit Europa verbindet. Wichtig ist für Weidenholzer Europa auch „erlebbar“ zu machen. Ein europäisches Bewusstsein könnte sich mit einer europäischen Öffentlichkeit, die momentan nicht vorhanden ist, entwickeln.

Europa charakterisiert sich durch eine „soziale Dimension“. Sie ist eine grundlegende Säule des europäischen Zusammenlebens, die es in anderen Teilen der Welt nicht gibt und gekennzeichnet ist durch die Charta der Grundrechte, durch Freiheitsrechte und den Sozialstaat. Das Bewusstsein dafür kann Identität stiften und das europäische Bewusstsein stärken.

 

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WHATEVER WORKS: Heimat & Identität

23. Januar 2014

Was ist Identität? Was ist Nationalidentität? Welche Faktoren beeinflussen Identität? Verliert man seine Identität, wenn man emigriert? Oder entsteht eine neue Art von Identität, eine Mischung von den zwei Kulturen? Ist Heimat eigentlich ein Ort oder ist Heimat, wo immer man zu Hause fühlt?

Im Rahmen der Interdisziplinären Gesprächsreihe WHATEVER WORKS stellte Stacey Zumo am 9. Jänner 2014 in der KHG-Galerie ihre Bachelorarbeit an der Louisiana State University zum Thema “Deutsch-Türkische Selbstidentität” vor. Die TeilnehmerInnen diskutierten über ihre eigene Selbstidentität als Österreicher und brachten ihre Assoziationen zu Heimat, Identität und Migration ein. Abschließend sprachen Michael Mayrhofer (Österreicher und Franzose) und Lauren Rückl (Österreicherin und Amerikanerin)über ihre eigenen Selbstidentität als Doppelstaatsbürger.

 

khj Diskussionsveranstaltung, Jahresthema, Whatever Works

KHJ Wochenende Obertraun „Heimat ist kein Ort“ von 22. bis 24. November 2013

15. Januar 2014

Um neue Eindrücke für unser Jahresthema Heimat zu gewinnen, ging es auf nach Obertraun am Hallstättersee, wo wir es uns sogleich gemütlich machten. Nach einem Impuls von Martin Meindlhumer über das Thema „Welche Bräuche haben wir, welche Bräuche brauchen wir“ sowie dem Film „Das Fest des Huhns“ gab es Jause im Picknick-Stil mit anschließendem Ausklang bei Wein und Kartenspiel.

 

Am nächsten Morgen starteten wir mit einem Österreicher-Quiz, das die Bereiche Geschichte, Politik, Recht, Aktuelles und Kultur umfasste, in den Tag.

Anschließend folgten Impulse über das Thema „Fremd in Österreich, wie geht es Fremden in Österreich“ und eine Auseinandersetzung mit Wahlplakaten und Zitaten österreichischer Politiker. Auch für eine kurze Buchvorstellung von Markus Schlagnitweit und Robert Kettl blieb noch Zeit. Markus stellte das Buch „Der flexible Mensch“ von Richard Sennett vor, der in beeindruckender Weise den Einfluss des modernen Finanzkapitalismus auf gesellschaftliche Strukturen analysiert.

 

Nach dem Mittagessen machten wir uns zu Fuß auf nach Hallstatt, wo wir (bei leider regnerischem Wetter) eine interessante Führung erlebten. Zurück ging es per Schiff und wir waren erleichtert, wieder in die warme Stube hineinzukommen.

Am Abend gab es Risotto und wir erfreuten uns auch über einen leckeren Obstsalat. Den Abend ließen wir wieder gemütlich mit Tarockspiel und Film ausklingen, bevor wir am nächsten Tag unsere Sachen packten, zusammenräumten und wieder nach Linz aufbrachen.

 

 

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Heimat-Abend

14. Januar 2014

Der Heimatabend (05.12., 20:00 Uhr) bot ein abwechslungsreiches Programm rund um die österreichische Heimat. Als Einstig wurde das hiesige Liedgut in Mundart gepflegt, allen voran die oberösterreichische Landeshymne  „Hoamatgsang“. Im Hauptteil des Abends galt es anschließend über Heimat und Brauchtum nachzudenken und zu diskutieren. Zu diesem Zwecke wurden gemeinsam Ideen zu wichtigen Aspekten dieser Themenbereiche gesammelt und auf Plakaten festgehalten. In einer lustigen und anregenden Atmosphäre konnte so gemeinsam viel Interessantes über Themen wie „Typisch Österreich(er)“, Mundart-Begriffe, Bräuche oder heimische Gerichte  zutage gefördert werden. Nach dieser kreativen Anstrengung wurde auch noch kräftig das Tanzbein geschwungen. Der Ausklang dieses abwechslungsreichen Abends fand bei nettem Plausch und zünftig österreichischer Jause statt.



Mehr Fotos

khj KHJ

Whatever Works: Planspiel – Mo., 28.10.2013

29. Oktober 2013

khj Whatever Works

KHJ-Wochenende Obertraun am Hallstättersee Freitag, 22. – Sonntag, 24. November 2013

29. Oktober 2013

Das Wochenende zum Jahresthema der KHJ Linz wird – hoffentlich – ebenso anregend wie gemütlich: Martin Meindlhumer, Sophie Winklmayr, Birgit Waldhör, Martin Ertl, Markus Schlagnitweit und Robert Kettl geben Denkanstöße zur Heimat und zeigen Methoden des Sich-Zuhause-Fühlens. Zeit zum Spazierengehen in der schönen Gegend, zum gemeinsamen Kochen, Essen, Beten und Singen wird auch sein.

 

Nähere Infos und Anmeldung bis Mi 20.11. im KHG / KHJ-Büro bei Robert Kettl.

 

Kosten für Verpflegung & Unterkunft: Für KHJ-Mitglieder 20 Euro,

für sonstige Studierende bzw. Nicht-Verdienende 25 Euro, für Erwerbstätige 30 Euro.

Kosten für das Einfach-Raus-Ticket H+R: 12,80 Euro.

 

Programm

Details werden an Ort und Stelle bekanntgegeben, Änderungen sind möglich

Freitag

12:40 Treffpunkt KHG-Foyer

12:54 Abfahrt Straßenbahn Hst. Universität

13:17 Ankunft Straßenbahn Linz Hauptbahnhof

13:25 Abfahrt REX 3420 Linz Hbf

15:28 Ankunft Obertraun Dachsteinhöhlen

15:30 Quartierbeziehen und Spaziergang

 

18:00 Uhr Abendessen im Picknick-Stil: Jede/r nimmt etwas dvon DAHEIM mit ;-)

 

19:00 BRAUCHTUM Impuls von Martin Meindlhumer

Tracht ist das, was wir tragen: meint der Altblasbichlbauer aus der Ramsau am Dachstein ungerührt, und Brauch ist das, was wir brauchen.” (Bodo Hell)

Welche Bräuche haben wir? Welche Bräuche brauchen wir?

Anschließend Film und Filmgespräch: “Das Fest des Huhnes. Das unberührte und rätselhafte Oberösterreich” (DB/R: Walter Wippersberg, Österreich 1992, 60 min.)

 

21:00 Gemütlicher Ausklang mit Singen und/oder Spielen

 

Samstag

8:00 Morgenlob

8:15 Frühstück

 

9:00 FREMD IN ÖSTERREICH Impulse von Birgit Waldhör, Sophie Winklmayr und Martin Ertl

Wie geht’s Fremden in Österreich? Welche Erfahrungen machen Flüchtlinge und MigrantInnen – und nicht zu vergessen – TouristInnen? Welche Rechtsvorschriften gibt es für NichtösterreicherInnen in Österreich?

Wie geht’s uns mit den Fremden? Wenn das Jugendzentrum ausschließlich von türkischen Jugendlichen belegt ist, in der Volksschule die Deutschsprechenden in der Minderheit sind und der Grillplatz am See optisch und akustisch am Balkan sein könnte – ist es da nicht verständlich, wenn die FPÖ mit Slogans wie “Abendland in Christenhand” und “Daham statt Islam” Erfolg hat?

 

HEIMAT DURCH SPRACHE Impuls von Robert Kettl

12:00 Risotto-Kochen & Essen & Mittagspause

 

Nachmittag

Ausflug nach Hallstatt

einschließlich Besichtigung des Beinhauses und Schiffahrt über den Hallstättersee

 

18:00 Abendessen mit heißen Würsteln (Käse für VegetarierInnen)

 

19:30 BEI MIR DAHAM…

… ist das so und so, sagt man, wenn man von irgendwelchen Bräuchen und Gewohnheiten im Heimatort und in der Familie spricht. Was brauche ich, welche Gewohnheiten soll ich mir zulegen, welche ablegen, wenn ich bei mir daheim sein will – sprich: in meinem Element sein will?

Impuls von Robert Kettl – im Anschluss an Marianne Gronemeyer, Die Macht der Bedürfnisse

Austausch zu zweit oder in Kleingruppen

 

Wer mag: Yoga-Übungen (45 Minuten)

Gemütlicher Ausklang mit Singen und/oder Spielen

 

Sonntag

8:00 Morgenlob

8:15 Frühstück

 

9:00 DER FLEXIBLE MENSCH (Richard Sennet)

Buchvorstellung und Diskussion mit Markus Schlagnitweit

 

HEIMAT/LOS Biblischer Impuls von Markus Schlagnitweit.

“Der Mensch hat nicht nur dort Heimat, wo er entspringt, sondern auch dort, wo er mündet.”

(Franz Nabl)

 

11:00 Schlussreflexion

Spaghettikochen

 

12:00 Mittagessen und Aufräumen

14:28 Abfahrt REX 3423, umsteigen in Attnang-Puchheim

16:54 Ankunft Linz Hbf

 

Nach Lust und Laune kann man noch eine Nachmittagswanderung anhängen und ggf. später heimfahren.

Abends bist Du herzlich eingeladen zum NachtGottesdienst um 21:00 Uhr im Raum der Stille, KHG

 

BITTE MITNEHMEN:

 

  • Bettwäsche oder Hüttenschlafsack (Leintuch, Polster- und Tuchentüberzug, kein Schlafsack!), Hausschuhe, geländetaugliche Schuhe (mit Profilsohle), Kleidung je nach Wetter.
  • Lebensmittel: Am Freitagabend ist Jause im Picknick-Stil: JedeR nimmt was von DAHEIM mit und legt es auf den Tisch.
  • Alle anderen Lebensmittel zum Kochen, Frühstücken und Jausnen werden zentral eingekauft.
  • Wenn Du Obst, einen Kuchen oder Süßes oder Saures für die Allgemeinheit mitnehmen möchtest, werden sich natürlich alle freuen.
  • Was Du sonst zum Wohlfühlen brauchst.

khj Jahresthema, KHJ