KHJ im Gespräch mit “Familie Winkler Markt”

8. Mai 2013

Am Montag, 22. April 2013 bekam die KHJ-Linz Besuch von einer Unternehmerfamilie, die in der Nähe unseres Heimes einen ihrer Lebensmittelmärkte betreibt. Es ist dies die Familie Winkler, die in Altenberg bei Linz, Linz-Auhof und Gramastetten als einer von nur mehr wenig verbliebenen unabhängigen Lebensmittel-Einzelhändlern ihre Filialen betreibt.

Zu diesem Gespräch über unternehmerischen Mut und Herausforderungen dieser Branche nahmen Senior-Chef Franz Winkler, der diesen Familienbetrieb maßgeblich aufgebaut hat und sein Schwiegersohn Josef Strutz-Winkler, ebenfalls im Familienbetrieb tätig und dort zuständig für die Bereiche Einkauf und IT, vor einem interessierten Publikum in der KHG-Linz Platz.
Franz Winkler berichtete vor allem über die historische Entwicklung des Unternehmens, vom kleinen Dorf-Greißler zu einem modernen Nahversorger in der Region. Vor allem über Entscheidungen, größer zu werden oder einen neuen Standort aufzubauen, die zu treffen waren, berichtete er sehr ausführlich bzw. auch welcher Mut dazu notwendig war.
Josef Strutz-Winkler gab uns einen Einblick in das aktuelle Management und was es bedeutet, wenn der überwiegende Teil der Lebensmittel-Lieferanten aus der Region stammt und welche besonderen Herausforderungen hier speziell auf ein Unternehmen zukommen.
Der Bogen spannte sich von gesellschaftlichen Engagement in der Wirtschaftskammer OÖ und Österreich bis zu einer nachhaltigen Unternehmenskultur. Diese wird beim Winkler-Markt durch langfristiges Denken hervorgehoben, ist dieses Unternehmen ja auch ein Klimabündnis-Betrieb.
Auch das Thema “Arbeitsfreier Sonntag” kam nicht zu kurz und wurde ausführlich mit dem Publikum erörtert, wobei bei allen Anwesenden die selbe Meinung zu diesem Thema erkennbar wurde.

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ÖSSU und KHJ-Linz – Sachspenden-Sammelaktion

26. April 2013

 

Anfang April durften wir unsere FreundInnen von der ÖSSU (Österreichische SchülerInnen und Studierenden Union) noch mal begrüßen. Unser gemeinsamer Gesprächsabend im Jänner zum Thema „Mehr als Kopftücher und Kreuze – Mut zum religiösen Bekenntnis“ führte – auf Initiative der ÖSSU – zu einem Folgeprojekt. Zwei Wochen lang wurden im Franz-Jägerstätter-Heim und bei der ÖSSU Kleider, Schuhe, Taschen, Spiele und Bücher für Bedürftige gesammelt. Gemeinsam konnten wir um die 20 Kartons sammeln und der Caritas Oberösterreich übergeben. Es freut uns, dass unsere Spenden sowohl für Carlas, als auch für Kleiderausgaben verwendet werden.

Schön, was aus einem Gesprächsabend so alles werden kann! Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit der ÖSSU!

Besonders danken möchte die KHJ Linz dabei unserer Veronika Harrer, die die Sammlung im Heim organisiert hat und Herrn Harrer von der Kleiderannahmestelle, der die Kartons direkt abgeholt hat.

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Jahresthema MUT

22. April 2013

Als Jahresthema 2012/13 hat sich die KHJ Linz „Mut“ gewählt: die Fähigkeit, etwas zu wagen. Ist Mut heute eine rare Tugend? Von der Politik bekommt man via Medien viel von Schuldenkrise, Korruption und EU-Verdrossenheit mit – und wenig Bewusstsein für den Wert der Demokratie und das Potential der Europäischen Union als Friedensprojekt. Die wachsende Arbeitslosigkeit in manchen EU-Staaten gibt neuen Anlass zur Besorgnis. Die Großwetterlage der katholischen Kirche war in den letzten Jahren nicht von jenem frischen Wind geprägt, den der Konzilspapst Johannes XXIII. mit dem Zweiten Vaticanum hereinlassen wollte. Es bräuchte mehr Mut, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. Der neue Papst Franziskus hat bislang schon einige Bereitschaft dazu erkennen lassen.
In der österreichischen Gesellschaft werden depressive Erkrankungen und Burn-Out-Syndrome als Volkskrankheit Nr. 1 bezeichnet. Offensichtlich mangelt es vielen Menschen nicht nur an Mut, sondern vorher schon an Zielen, für die sich der Einsatz lohnt. Denn mutig kann man nur sein, wenn man Ziele oder Werte vor Augen hat, für die man riskiert, verwundet zu werden. Für ChristInnen heißt das Paradigma Jesus von Nazaret, der für die Botschaft vom Reich Gottes den Tod am Kreuz in Kauf genommen hat. Die Ostervorbereitung (23.04.) gilt der Frage, wie wir aus dem Beispiel Jesu Mut schöpfen können.

In folgenden weiteren Veranstaltungen des Sommersemesters spielt die – gemeinsam mit Klugheit, Gerechtigkeit und Maß – seit jeher elementare Tugend des Mutes eine besondere Rolle:
• Mut zur Kritik: Gehorsam im Kirchenrecht (07.03.)
• Mut zum Widerstand I:
Das Lebensbeispiel Dietrich Bonhoeffers (12.03.)
• Unternehmerischer Mut: KHG im Gespräch mit
“Familie Winkler Markt” (22.04.)
• Mut zum Aufbrechen: Sternwallfahrt Mariazell (09.-12.05.)
• Mut zum Widerstand II: Uni-Gottesdienst zum
Lebensbeispiel Franz Jägerstätters (22.05.)
• Mut & Kunst: KHG-Gespräch mit Manfred Länger (23.05.)
• Politik macht Mut!: KHG-Gespräch mit
Claudia Hössinger und Stefan Hindinger (27.05.)
• Mut in Beziehungen: KHG-Gespräch mit Elisabeth und
Robert Kettl (13.06.)
• Mut bei Harry Potter: Vortrag Christoph Niemand (17.06.)
• MUT ANLESEN: Im Rahmen der regelmäßigen KHJ-Kaffees gibt es im Sommersemester Mut-spezifische Buchvorstellungen von KHJ-Mitgliedern. Termine werden bekanntgegeben.
Details zu den meisten Veranstaltungen umseitig!

Mitglieder der KHJ gestalten monatlich einen der sonntäglichen NachtGottesdienste. Sie laden weiters zu Bio-fairen Kochabenden ein (Start am 08.04.). Als KHJ-Sozialprojekt erteilen KHJ’lerInnen unterschiedlicher Studienrichtungen in Zusammenarbeit mit der Caritas der Diözese Linz Deutsch-Nachhilfe für MigrantInnen.

Kontakt: Sophie Winklmayr, Vorsitzende der KHJ Linz,
sophie.winklmayr@khg.jku.at
Lauren Rückl, Stv. Vorsitzende, lauren.rueckl@khg.jku.at

http://www.khjoe.at/linz/

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Februarexkursion der KHJÖ nach Minsk

13. März 2013

Von 8. bis 17. Februar machte sich die Katholische Hochschuljugend Österreich auf den Weg nach Weißrussland, oder Belarus, wie die Einheimischen bevorzugen – mit dabei waren auch fünf KHJ’lerInnen aus Linz (und noch viel mehr aus Oberösterreich). Die 24-Stunden-lange Zugfahrt wurde genutzt, um alle 30 TeilnehmerInnen aus Graz, Wien, Leoben und Salzburg einmal kennenzulernen, viel zu lachen und zu spielen. Nicht einmal die unfreundliche Grenzkontrolle und die stundenlangen WC-Sperren konnte unsere Vorfreude trüben. Trotzdem waren wir dann doch sehr froh, als wir in Minsk ankamen. Der erste Eindruck war schon sehr überraschend: Es erwartete uns eine gepflegte, verschneite Stadt, deren Straßen und Häuser die österreichischen an Breite und Höhe übertrafen. Außerdem wirkten alle nicht nur sauber, sondern auch relativ neu.

Die Eindrücke, die wir in den nächsten Tagen erhielten, hätten unterschiedlicher nicht sein können: Von Uniprofessoren, die das Regime in den Himmel lobten, zu Studierenden, die bei Demonstrationen verhaftet wurden, von AktivistInnen, die sich mit der Politik arrangierten, bis zu komplett apolitischen Jugendorganisationen, von NGOs, die die belarussische Kultur neu erfinden wollten, zu TheologInnen, die die Werte in der Gesellschaft bewahren wollten. Die unterschiedlichen Meinungen und Anschauungen waren nur schwer unter einen Hut zu bringen, gleich war allen Besuchen aber die Gastfreundlichkeit, mit der wir empfangen wurden.  Diese war besonders groß in den Familien, bei denen wir an einem Abend zu je zwei bis vier KHJ‘lerInnen eingeladen waren. Der Einblick in ein alltägliches Familienleben in Belarus war besonders spannend und berührend.

Beeindruckend waren auch die organisatorischen Meisterleistungen, die unsere Reiseleitung vollbracht hat. Mit der weißrussischen Bürokratie ist nicht zu spaßen, auch wenn es um eine Visumsverlängerung für zwei Stunden geht J

Die Februarexkursion war eine spannende Reise in eine andere Welt, die für uns alle eine Horizonterweiterung war. Obwohl die Reisegruppe so bunt durch alle Hochschulorte gemischt war, entwickelte sich eine gute Gemeinschaft, in der sehr viel gelacht wurde und neue Freundschaften entstanden.

Ein besonderer Dank gilt dem KHJÖ-Vorstand und der Generalsekretärin Marlene Ecker, die die Reise organisiert haben. Und natürlich und ganz besonders Valeria, ohne der wir uns nirgends zurecht gefunden hätten und die immer zur Stelle war!

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Österreichische Studierenden-Sternwallfahrt nach Mariazell

14. Februar 2013

Donnerstag, 9. Mai Christi Himmelfahrt – Sonntag, 12. Mai 2013

Zur diesjährigen Sternwallfahrt nach Mariazell, Österreichs wichtigstem Wallfahrtsort, sind alle interessierten Studierenden und Studierenden-Organisationen eingeladen. Jede Gruppe gestaltet individuell ihren Weg nach Mariazell, wo am Sonntag um 11:15 Uhr die gemeinsame Messe gefeiert wird.

Für die WallfahrerInnen-Gruppe der KHJ Linz verläuft die Route drei Tage lang auf gemütlichen Wanderwegen von Lunz am See aus quer durch die Ötscherregion mit Nächtigungen am Ötscherhaus und am Terzerhaus. Am Nachmittag des dritten Tages treffen die Linzer Studierenden in Mariazell mit KHJ-Wallfahrergruppen aus anderen Hochschulorten zusammen.
Wichtig bei dieser Wallfahrt ist das gemeinsame Gehen – mit genügend Zeit zum Reden, zum Essen und Trinken, zum Singen, Pfeifen, zum Spielen und zum Schweigen. Alpinistische Glanzleistungen sind nicht erforderlich. An religiösen Impulsen stehen einfache Wegbetrachtungen, das Abendlob und biblisch inspirierte Gedanken zum Aufbrechen und Anfangen auf dem Programm. Den feierlichen Abschluss für alle Gruppen bildet die WallfahrerInnen-Messe in der Basilika am Sonntag um 11:15.

Zum Mitgehen mit der Gruppe der KHJ Linz sind alle interessierten Studierenden eingeladen – eine Mitgliedschaft bei der KHJ ist nicht nötig!

Teilnahmebeitrag für Studierende: 100 Euro, für Berufstätige 120 Euro.
(KHJ-Mitglieder 90,- / 110,-)
Im Preis inbegriffen: Zug- und Busfahrten (mit Vorteilscard), 3 Übernachtungen mit Frühstück, Abendessen in Mariazell (Sa), Ábschlussessen in Mariazell (So) im Gasthaus.
Niemand soll aus finanziellen Gründen von der Teilnahme ausgeschlossen sein.
Bei Bedarf übernimmt die KHG einen Teil dieser Kosten.

Bitte mitnehmen:

Wanderschuhe (mit Profilsohle, möglichst wasserdicht)
Hüttenpatschen
Hüttenschlafsack (= sehr dünner Schlafsack als Bettwäscheersatz ODER Bettwäsche,
kein dicker, schwerer Schlafsack!!!)
Kleidung für warmes und für kühles Wetter
Regenschutz
Sonnencreme, Kopfbedeckung, Badesachen (für Lunzersee, Ötscherbach, Erlaufsee,…)
Jause und Wasserflasche für unterwegs (Frühstück und Abendessen gibt es in den Quartieren)
Eventuell: Liederbuch, Musikinstrument, Spiele…

Donnerstag, 9. Mai, Christi Himmelfahrt

7:40 (pünktlich!) Abmarsch vom KHG-Foyer
7:52 Abfahrt Straßenbahn Haltestelle Universität
8:15 Treffpunkt Hauptbahnhof – Fahrkartenautomaten
8:30 Abfahrt Linz Hbf OIC 543
9:00 Ankunft Amstetten
9:03 Abfahrt Amstetten R 3710
9:30 Ankunft Waidhofen/Ybbs
1 Stunde Aufenthalt – Möglichkeit zum Rundgang durch die sehenswerte Altstadt!
10:35 Abfahrt Waidhofen/Ybbs Bahnhofvorplatz Bus MO 1 via Hollenstein an der Ybbs
11:57 Ankunft Lunz/See Nostalgiebahnhof

Wanderung von Lunz am See 600m) entlang des Lunzer Sees zum Durchlass (763m) und nach Lackenhof am Ötscher (801m), bis hierher ca. 3 Stunden. Dann Aufstieg zum Ötscherschutzhaus (1420m), weitere 1,5 Stunden. Abendessen und Übernachtung.

Freitag, 10. Mai

Wanderung vom Ötscherschutzhaus über den Riffelsattel (1284m) in den Hinteren Ötschergraben (750m) und Wiederanstieg zum Schutzhaus Vorderötscher und weiter über den
Eisernen Herrgott (1468m) zum Terzerhaus am Gipfel der Gemeindealm (1626m). Gesamtgehzeit circa 4,5 – 5 Stunden.

Samstag, 11. Mai

Wanderung vom Terzerhaus (1626m) zum Erlaufsee (827m; ca. 1,5 Stunden). Bademöglichkeit! Schlussetappe über St. Sebastian nach Mariazell (868m, 1 Stunde).
Bis spätestens 17.00 Ankunft aller KHJ-WallfahrerInnengruppen,
Quartierbeziehen in der Pilgerherberge (Prioratshaus).
18:30 Abendessen im Turnsaal der Haupschule (Catering vom Hotel „Drei Hasen“).
20:30 Teilnahme-Möglichkeit an der traditionellen Lichterprozession rund um die Basilika
danach Nachtführung durch die Basilika mit Superior P. Karl Schauer.

Sonntag, 12. Mai

7:30 Frühstück in der Pilgerherberge
9:00-10:30 GLAUBEN HEISST AUFBRECHEN
Workshops & Katechesen zum Wallfahrtsmotto
11:15 WallfahrerInnen-Messe in der Basilika mit Hochschulseelsorger Alois Kölbl (Graz).
12:30 Abschluss-Essen im Hotel Weißer Hirsch
15:15 Abmarsch zum Bahnhof Mariazell

Zug nach Linz
ab Mariazell 15:53 REX 6810
an St. Pölten 18:29
ab St. Pölten 19:02 RJ 68
an Linz Hbf 19:51

Anmeldung mit Anzahlung von 30,- im KHG/KHJ-Büro bis 15.4.
Für nähere Informationen stehe ich gern zur Verfügung:
Robert Kettl
Kath. Hochschulgemeinde Linz
Mengerstr. 23, 4040 Linz
Tel. 0732/ 244011-68 oder -73
robert.kettl@khg.jku.at

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Nachtwanderung nach Altenberg

29. Januar 2013

Am Donnerstag, den 13.Dezember 2012 fand die traditionelle Nachtwanderung unter dem diesjährigen Thema „adventure“ nach Altenberg statt. Gestartet wurde mit einer kurzen Einstimmung und Vorstellung des Themas um 19:00 im Raum der Stille. Dann machten wir uns mit ein paar Laternen in die ziemlich frostige und sternschnuppenreiche Nacht auf. In drei Stationen versuchten Michael Mayerhofer, Birgit Waldhör und Franz Mohr zu verschiedenen Perspektiven des Themas („Sinne“, „Abenteuer und ich“ und „Abenteuer und wir“) Denkanstöße zu geben, während zwischen der ersten und zweiten Station nichts gesprochen werden sollte, um sich besser auf die Sinne und Wahrnehmungen konzentrieren zu können. In Altenberg angelangt hielten wir noch eine letzte Station in der katholischen Kirche, wo uns Robert Kettl eine Fantasie von Bach auf der Orgel zum Besten gab. Anschließend kehrten wir im angrenzenden Pfarrhaus ein, wo wir uns mit heißen Getränken und Süßem stärken konnten, bevor wir uns wieder auf dem Heimweg machten.

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Whatever Works: „Die Zivilgesellschaft“ – Konzept, Chancen, Probleme

14. November 2012

Auch wenn der Begriff „Zivilgesellschaft“ zunächst unpräzise und wage anmuten mag, so gehört zivilgesellschaftliches Engagement trotzdem zu den Stützpfeilern einer sich politisch, kulturell, ökonomisch und geistig entwickelnden Gesellschaft. In Abgrenzung zur Politik als Kommunikationsplattform des öffentlichen Diskurses, zur Wirtschaft als zweckrationalem – u.a. überwiegend als gewinnorientiert wahrgenommenem – Allokationsmechanismus und der Privatsphäre als Bereich des unmittelbar-individuellen Erlebens von Freundschaft und Familie, besteht die Aufgabe der Zivilgesellschaft im Aufzeigen gesellschaftlicher Fehlentwicklungen und in der aktiven Teilnahme an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen.

Zivilgesellschaft ist jener Ort, an dem sich unterschiedliche Kulturen, Meinungen und Lebensentwürfe begegnen – z.T. auch kollidieren – und wo auf Basis eines Diskurses, an dem grundsätzlich alle Beteiligten gleichberechtigt teilnehmen können, um wechselseitiges Verständnis gerungen wird. Die Ergebnisse solcher geistigen, gewaltfreien und öffentlichen Auseinandersetzungen werden schließlich in Aktionen, Demonstrationen, Lobbyarbeit, etc. umgewandelt, die auf die Veränderung von rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen abzielen.

Einem solchen Idealbild von Zivilgesellschaft stehen jedoch Probleme gegenüber, welche die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger eines Landes zu solchem Engagement stark hemmen oder sogar unterbinden. Als solche gesellschaftlichen Phänomene führt der ehemalige Widerstandskämpfer und spätere französische Diplomat Stephane Hessel in seiner Protestschrift Empört Euch! die Phänomene des Massenkonsums, der Verachtung der Schwächsten und der Kultur, des allgemeinen Gedächtnisschwundes und der maßlosen Konkurrenz aller gegen alle an. Außerdem erwähnt er die Unübersichtlichkeit moderner Gesellschaften, in deren komplexen Zusammenhängen es im Vergleich zu früheren, weniger vernetzten, Gesellschaften immer schwieriger wird, Probleme und Gegner eindeutig zu identifizieren.

Auch wenn sich Initiativen wie Attac, Amnesty International, Greenpeace, Wear Fair, das Linzer Kollektiv GleichGültig oder die Katholische Hochschuljugend auf je unterschiedliche Weise zivilgesellschaftlich engagieren, so existiert noch immer sehr viel ungenutztes kritischen Potential in der Bevölkerung, das mobilisiert werden könnte. Zwei weiterführende Fragen könnten also lauten, wie jenes Potential im Sinnes des Gemeinwohls aktiviert und nutzbar gemacht werden kann und ob es aus theologischer Sicht spezifisch christliche Impulse für zivilgesellschaftliches Engagement gibt.

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Whatever Works: Crashkurs II. Vatikanum

22. Oktober 2012

Fast genau 50 Jahre nach der Eröffnung des 2.Vatikanischen Konzils gaben Daniel Reischl und Robert Kettl am 10.10.2012 einen “Crashkurs” zu den Ereignissen und Auswirkungen dieses Konzils. Den Hauptteil bildeten die wichtigsten beschlossenen Dokumente die teilweise deutliche Richtungsänderungen der katholischen Kirche darstellten. Vor allem die Bereiche Liturgie sowie das Verhältnis zur Welt und den anderen Religionen sind auch heute teilweise noch umstritten. Die herrschende Kritik am Konzil, sowohl die konservative als auch die progressive, waren dann auch Ausgangspunkte für Diskussionen.
Mit diesem kleinen “Crashkurs” wurde hoffentlich der Grundstein für ein besseres Verständnis der damaligen Ereignisse und der aktuellen Feiern gelegt. Die rege Teilnahme und aktive Mitarbeit von Linzer KHJ-Mitgliedern beim 50-Jahr-Fest im neuen Linzer Dom am 11.10.2012, zeigt zusätzlich das vorhandene Interesse an diesem Thema.

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Start ins Jahresthema Mut mit dem Vortrag:

16. Oktober 2012

„Mut! Woher nehmen“, 4.Oktober 2012:

Als Thema für das Studienjahr 2012/13 hat sich die KHJ Linz MUT ausgesucht. Den Einstieg ins Programm gab es am 4. Oktober mit einem Vortrag und einem Gespräch mit dem Theologen und systemischen Familientherapeuten Franz Steinkellner, der unter dem Titel „Mut! Woher nehmen?“ ein Impulsreferat hielt und dann mit den BesucherInnen diskutierte.

Passend zum Warmwerden mit dem Thema wurden verschiedenste Aspekte von Mut angesprochen: In welchen Situation brauchen wir Mut? Wie können wir unseren Mut zusammennehmen? Wo sollte die Kirche mutiger sein? Wann wird Mut zum Übermut? Franz Steinkellner erzählte von eigenen Erfahrungen und Lebenssituationen, in denen Mut von ihm gefordert war und griff verschiedene Ideen und Meinungen über Mut auf, angefangen bei der Familientherapeutin Virginia Satir, bis zum Kardinal Carlo Martini. Im anschließenden Gespräch mit Mitgliedern der KHJ wurden Begriffe geklärt, über unsere verschiedenen Auffassungen von Mut diskutiert und Überlegungen angestellt, was man mit Mut riskiert.

Der Start zum Jahresthema ist geglückt und hat viele Themenbereiche aufgeworfen, mit denen wir uns beschäftigen können. Gott sei Dank haben wir dafür ein ganzes Jahr Zeit.

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KHJ-Bergwochenende 2012

23. September 2012

Bilder zum Bergwochenende in den Rottenmanner Tauern gibt’s auf der Homepage der KHJÖ sowie auf Facebook!

admin KHJ, Wandern